Neuengland – Abreise & Fazit

Nun sitzen wir am Flughafen und warten auf unseren Flug. Da wir überraschend schnell Richtung Boston vorankamen, haben wir noch einen Halt in Plymouth eingelegt. Hier gründeten die Mayflower Siedler die erste Siedlung. Ganz netter Halt, mehr aber auch nicht – es sei denn man möchte Rentner in freier Wildbahn beobachten – dann ist man hier optimal aufgehoben.

Aber kommen wir nun zum Fazit:

Insgesamt ist es unsere dritte Reise nach Amerika. Was wir als erstes festgestellt haben und zum Glück auch schon vor Beginn der Reise: man darf eine Neuengland Reise nicht mit dem Yellowstone Park, Monument Valley oder San Francisco vergleichen. Hier ist doch alles etwas europäischer geprägt, die Natur-Weltwunder findet man hier nicht. Die Natur ist deutlich dichter besiedelt und überall warten zahlreiche Nepper, Schlepper und Touristenfänger, um dir noch ein paar mehr $$ aus der Tasche zu ziehen.

Wo wir gerade bei dem $ sind: Das Preisniveau ist teilweise schon absurd hoch, vorallem wenn man sich nicht nur von Fastfood ernähren möchte. Das liegt wohl auch daran, dass die meisten Touristen eher im höheren Alter sind und auch bereit sind mal 70$ für Pasta und Lasagne hinzulegen.

Die Natur entlang unsere Route ist aber teilweise sehr beeindruckend – auch auf andere Weise als im Yellowstone oder Zion NP. Die Laubfärbung in den White Mountains bleibt uns sicherlich in Erinnerung, wie auch die vielen Küstenabschnitte, wo wir sofort ein Haus beziehen würden, um dort unseren (Surf)-Ruhestand ausklingen zu lassen.

Die Amerikaner sind hier wie überall in den USA sehr freundlich aber auch deutlich schlanker – insgesamt auch etwas europäischer.

Vom US Wahlkampf haben wir beide Debatten „live“ im TV mitbekommen und anhand der zahlreichen Schilder an den Straßen, war der Wahlkampf auch kaum zu übersehen. Gerade bei den Schildern gilt: je verkommener das Haus und nicht unbedingt in der „First-Row“, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dort ein Trump Schild steht. Wiederum die richtig fetten Villenbesitzer sind eher Pro-Hillary – auch kaum verwunderlich. In Ogunquit hatten wir das „Glück“ neben einem echten Republikaner essen zu dürfen, der uns auf Trump ansprach. Meine Meinung Contra-Trump war relativ deutlich, auch auf die Gefahr niedergestreckt zu werden (Trump Befürworter sind meistens auch Waffennarren, sofern man den Aufklebern auf den Autos glauben darf). Aber sogar der Republikaner war gegen Trump – seine Worte „a real Nightmare“ – stimmen uns zumindest zuversichtlich, dass Trump doch eher ein Witz der Politik-Geschichte bleiben wird – wenn auch ein schlechter.

Ein Plakat blieb aber in Erinnerung: „Trump: Tolerance grows Weakness“ …. Was soll man dazu noch sagen… Kopf schütteln und hoffen, dass derartige Auswüchse niemals Überhand nehmen. Und das vergleichbare Parteien in Deutschland ohne Konzept und (Historie-) Verstand auch auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. #NoAFD

Aber genug von den ernsthaften Themen – kommen wir zum Wetter:

Es hätte schlechter sein können aber auch manchmal besser – aber es ist als Herbst – darauf hatten wir uns eingestellt. Wer den Indian Summer sehen will, muss auch mal Regen & Sturm in Kauf nehmen.

In Sachen „Trends“ ist uns aufgefallen: „gluten-free“ ist das neue „light“. Überall kann man glutenfreie Lebensmittel kaufen. Und die Amis denken wohl – geil glutenfrei, dann kann ich mehr davon essen… so zumindest unser Eindruck, wenn wieder mal ein etwas fülliger Ami, zur Familienpackung glutenfreier Cookies griff 😉

Was die Amis weiter perfektioniert haben, ist das zahlen mit Kreditkarte – sogar Parkuhren werden hier mit Karte bezahlt – das war zumindest für uns neu.

Alles in allem würden wir die Reise schon weiterempfehlen, für den sicherheitsbewussten Naturliebhaber. Wer echtes Abenteuer in wilder Natur sucht – der reise eher Richtung Yellowstone.

Wir haben unsere Tage hier aber sehr genossen und freuen uns morgen Abend unseren Webergrill mit fetten 500g Steaks zu bestücken, die uns weniger Kosten als eine Portion Pasta in Boston J

Bye Bye

Anna & David

Neueste Kommentare

djung Verfasst von:

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.